Luxusmarken auf dem Weg nach China mit Events und modifizierten Kollektionen

Henning Schwarzkopf von der CHEURAM Consulting Group aus Hongkong weist auf folgenden lesenswerten Artikel in der Welt vom 26. Mai 2012 hin:

Jubel brandet auf, als ein Gentleman im bordeauxfarbenen Samtsmoking am Ende der Show von Hugo Boss über den Laufsteg geht. Die 1500 Gäste im Pekinger National Agricultural Exhibition Center sind aus dem Häuschen. Jemand aus der ersten Reihe steht auf, verbeugt sich und stimmt “Happy Birthday” an. Während die meisten ihr Fotohandy in die Hand nehmen und entzückt sind, fragen sich die anderen, aus der restlichen Welt angereisten Besucher: “Wer ist das bloß?”

Chow-Yun Fat heißt das Geburtstagskind. Er feierte seinen 57. Geburtstag. Mehr noch: Chow-Yun Fat ist quasi der Brad Pitt Chinas und das Gesicht von Hugo Boss in Asien. Er war der Stargast (nun gut: Tilda Swinton war auch da!) des großen Events der Metzinger in Peking, bei dem die Herbst-Winter-Kollektion von Boss Black und ausgewählte Stücke der Signature-Linie vorgestellt wurden.

Doch der elegante Herr mit dem sympathischen Lächeln war auch etwas anderes: Ein Beispiel dafür, wie in China noch immer zwei Welten aufeinandertreffen. Zwar ist Hugo Boss bereits seit 30 Jahren in China aktiv und erfreut sich bei der wohlhabenden Gesellschaft eines guten Images. Dennoch wissen die Deutschen, dass man den Chinesen immer wieder etwas bieten muss, um mithalten zu können. Schließlich ist Asien – und vor allem China – ein wachsender Markt für europäische Designermode. Keine Frage: China mag die Mode made in Germany.

Dennoch ist es nicht so, dass die Globalisierung weltweit für den gleichen Geschmack sorgt. Auch Hugo Boss hat die gezeigte Kollektion an diesem Abend auf die Wünsche und Erwartungen der chinesischen Kundschaft abgestimmt. Die männlichen Models führten klassische, aber sehr modern geschnittene Anzüge vor. Die Frauen überzeugten vor allem durch einen sehr glamourösen Appeal. Bleistiftröcke gehörten zum Repertoire genauso wie elegante Abendkleider in Pflaumentönen.

Diese Form der Feinjustierung für den asiatischen Markt ist in der Branche üblich. Die Zeiten sind schließlich schwierig. Kundenbedürfnisse werden daher sehr ernst genommen. Vor allem dort, wo noch gekauft wird, als gebe es kein Morgen. Die Beschreibung “It’s so Dubai!” für Bling-Bling-Mode kann daher mittlerweile guten Gewissens auf China umgemünzt werden.

Bereits im vergangenen Jahr ließ beispielsweise Miuccia Prada eine komplette Laufstegkollektion in anderen Stoffen nähen und führte diese wenige Wochen nach der Premiere in Mailand noch einmal in China vor. Der Grund: Prada hatte ursprünglich alle Looks aus schwerer Baumwolle herstellen lassen. Das Material gilt bei den Wohlhabenden im Reich der Mitte allerdings als “billig”. Also änderte Miuccia Prada ihre Einstellung zu “Einfachheit ist der neue Chic” und redesignte ihre legendäre Kollektion mit Blockstreifenstyles und Josephine-Baker-Bananen-Röcken aus Seide und bestickte sie mit einer Fülle von Kristallen. Auch in diesem Jahr planen die Italiener, die ihren Börsengang in Hongkong vollzogen, weitere Veranstaltungen vor Ort.

Und für die gilt unisono eigentlich nur eins: “Klotzen statt Kleckern”. Vor vier Jahren feierte bereits Salvatore Ferragamo sein 80. Firmenjubiläum nicht in der Heimat, sondern in Shanghai. Begründung: Der Firmengründer habe eine enge Beziehung zu China gepflegt.

Gleich zwei Events werden dagegen in den nächsten Wochen für ein noch nie dagewesenes Spektakel sorgen. Anlässlich einer Shop-Eröffnung, hierzulande bestenfalls mit einem Gläschen Champagner und Tomate-Mozzarella-Spießchen abgehandelt, baut Montblanc in Peking das Casino von Monte Carlo nach. Denn dort wurde im vergangenen Jahr die “Gracia-Patricia-Kollektion” einem ausgewählten Publikum vorgestellt. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass der vierstöckige “Sanlitun Concept Store” gleichzeitig die größte Montblanc-Boutique der Welt sein wird. Alleine in China unterhält das Unternehmen 93 Filialen. Mitte Juli sorgt dann Louis Vuitton für einen großen Bahnhof in Shanghai. Zur Eröffnung eines Maisons, wie die Marke ihre größten Flagship-Stores nennt, zeigt Marc Jacobs seine Herbst-Winter-Kollektion vor Ort. Das Spektakuläre: Für die Show in Paris wurde ein Zug gebaut und Gleise auf den Laufsteg verlegt. Und da Marc Jacobs seine treuen Kundinnen in Asien nicht enttäuschen will, wird selbstverständlich auch die Lokomotive samt Waggon nach Shanghai verschifft.

Fast schon schlicht, dafür aber markentreu, kam da der Event daher, der ebenfalls in der vergangenen Woche stattfand. Bottega Veneta eröffnete in Shanghai ebenfalls einen neuen Store, den vierten in der Stadt. In der Yifeng Galleria werden neben der gesamten Kollektion der Marke im zweiten Stock die Werke von jungen chinesischen Künstlern ausgestellt. Zum Opening reiste nicht nur Kreativdirektor Tomas Maier an. Er brachte auch die Handwerker aus dem Firmenatelier mit. Sie zeigten den Gästen, wie die berühmten Flechttaschen von Hand hergestellt werden.

Diese Beispiele sind allesamt ein Statement des Luxus. Aber gleichzeitig ebenfalls eine Art Bestandsgarantie. Eine Investition in die Zukunft. Denn auch die Chinesen holen im High-End-Sektor auf und drehen den Spieß langsam um. Der Uniformhersteller China Garment beispielsweise lässt ab sofort Bekleidung für sein neues Label SheJi-Sorgere beim Herrenausstatter Caruso produzieren. Dessen Inhaber ist Umberto Angeloni, ehemaliger Boss des italienischen Edelschneiders Brioni.

Noch aber boomt für Europäer der chinesische Markt. So vergeht kaum ein Monat, in dem nicht ein Luxusunternehmen einen Shop eröffnet und dafür eine Party feiert, als hätte man 100. Firmenjubiläum. Nicht umsonst ist die tägliche Flugverbindung Frankfurt-Peking im Airbus A380 angeblich eine der lukrativsten Strecken der Lufthansa. Doch auch das wird sich irgendwann ändern. Schon wird Südamerika als Kontinent mit großer Lust auf Teures gehandelt. Es bleibt also nur eine Frage der Zeit, bis Spitzendesigner, Models, Outfits, Laufsteg-Bauteile und Fingerfood-Spezialitäten bald in eine ganz andere Richtung düsen. Und sich Europäer die Namen ganz anderer ortsansässiger Topstars merken müssen …

Teilnahme an der führenden Luxusmesse in China vom 20. bis 22. April 2012

Die CHEURAM Consulting Group Ltd., Hongkong, wird mit einem eigenen repräsentativen Stand auf der LPS Beijing 2012 vertreten sein und bietet interessierten Anbietern von hochwertigen Immobilien und Luxus- sowie Lifestyle-Produkten die Möglichkeit, ihre Angebote und Dienstleitungen vermögenden chinesischen Interessenten persönlich in einem außergewöhnlichen Umfeld vorzustellen oder präsentieren zu lassen.

Die Vorteile dieser Gelegenheit liegen auf der Hand:

  • Durch den Gemeinschaftsstand (unter Ausschluss von konkurrierenden Angeboten) deutlich niedrigere Teilnahmekosten gegenüber einem eigenem Stand (vergleichbar mit einer Anzeige).
  •  Möglichkeit der Produktvorstellung außerhalb des Standes bei Messeveranstaltungen (Vorträge, Seminare, Abendveranstaltungen) mit Begleitung durch eigene Dolmetscher
  • Repräsentatives und attraktives europäische Messepersonal mit fließenden Chinesisch- Kenntnissen (Business Dolmetscher Zertifikate)
  • Intensive und kompetente Vorbereitung des Marketing – Materials
  • Außergewöhnlicher Zugang zu vermögenden Investoren (Unternehmern, Führungspersönlichkeiten, Eigentümern von Immobilien, Flugzeugen und Yachten), Vermittlern und Vertretern der Luxusgüterbranche in China (Messezugang nur mit Einladung); dadurch ideales persönliches Umfeld zur Kontaktaufnahme und zum Networking
  • Erstklassige Referenzen und nachweislich hohe Abschlussergebnisse bei Vorgängermessen des Veranstalters.

Im Ergebnis: Es gibt kaum einen direkteren Zugang zu vermögenden Chinesen mit der Möglichkeit, eigene Produkte und Dienstleistungen im persönlichen Gespräch vorzustellen als an unserem Stand auf der LPS Beijing 2012 – und das zu einem Preis, der konkurrenzlos günstig ist.

Nähere Einzelheiten erhalten Sie unter info@cheuram.com oder (+49-40) 32 43 33.

Die Besucher der LPS Beijing 2012 sind an folgenden Angeboten interessiert:

Luxus – Immobilien (weltweit)

  •  Eigentumswohnungen
  • Strandhäuser
  • Innerstädtische Eigentumswohnungen und Penthäuser
  • Golf- und Jachthafenimmobilien
  • Ferienresorts
  • Timesharing
  • Privatinseln
  • Burgen und Schlösser

Kapitalanlagemöglichkeiten

  •  Vermögensverwaltung
  • Private Banking
  • Steuerplanung
  • Aufenthaltsrecht (Visum und Aufenthaltserlaubnis)

Luxusgüter

  • Hochwertige Luxusgüter
  • Wertvolle Inneneinrichtung

Touristen aus China verändern die Hotelbranche

Wie Henning Schwarzkopf von der CHEURAM Consulting Group Ltd. aus Hongkoing berichtet, wird das rasante Wachstum von ins Ausland reisenden Chinesen, aber von auch derjeinigen, die ihre Heimat erkunden, die weltweite Reisebranche nachhaltig verändern.

Nach dem Global Trends Report 2011, der anläßlich des “World Travel Market” in London herausgegeben wurde, werden chinesische Touristen in diesem Jahr $ 57 Milliarden für Hotelübernachtungen ausgeben, bereits an dritter Stelle nach den USA und Deutschland.

Bis zum Jahr 2015 werden sie die zweite Stelle der Rangfolg erreicht haben und dank einer Wachstumsrate von 17% voraussichtlich § 67 Milliarden ausgeben.

Die in Zusammenarbeit mit Euromonitor International erstellte Studie führt aus, dass mehrere weltweit agierende Hotelketten sich bereits chinesische Partner gesucht haben, um einen “Fuß in der Tür ” zum inländischen MNarkt zu haben, während andere ihre Angebote auf den chinesischen Geschmack anpassen.

Es heißt dort, dass “Unternehmen ihre Erfahrungen im chinesíschen Markt nutzen, um sie bestmöglich auf ihre übrigen Objekte zu übertragen, die von Chinesen bevorzugt besucht werden. .

Die spanischen Hotelketten Sol Melia und NH Hotel haben sich für den partnerschaftlichen Weg entschieden; so hat sich Sol Melia mit Jin Jiang Hotels zusammengeschlossen während die chinesischen Reisegruppe HNA sich mit 20% an NH Hotels beteiligt hat, um den Spaniern den Marktzutritt in China zu ereleichtern.

“Die Bedeutung des chinesischen Marktes ist bereits seit längerem bekannt, wir erkennen jedoch erst jetzt, wie sich die Reisewünsche und -gewohnheiten sowohl innternational als auch im Inland entwickeln, mit Hotels an vordersten Front dieser Veränderungen”, so die Voirseitzende des World Travel Markets, Fiona Jeffery.

 

 

 

 

Verbraucher in China im Fokus

Henning Schwarzkopf von der CHEURAM Consulting Group, Ltd. berichtet aus Shanghai, dass der riesige Verbrauchermarkt in China nach einer Untersuchung von PricewaterhouseCoopers die Invesitionsentscheidungen großer Unternehmen in den kommenden 3 bis 5 Jahren entscheidend beeinflussen wird.

Danach ergab sich in einer Umfrage, dass 44% der Führungskräfte im asiatisch-pazifischen Raum Asien und dort besonders China als Ziel für größere Investitionen in den kommenden drei bis fünf Jahren ausgewählt haben. Als Grund gaben sie an, dass sie von der steigenden Kaufkraft der Verbraucher in der Region überzeugt seien.

Ferner teilten 55% der befragten Vorstandsmitglieder und Unternehmer, die in China investieren wollen, mit, dass ihre Investitionen in Konsumenten – bezogene Projekte fließen werden.

Nur 11% votierten für die USA als bevorzugtes Investitionsland.

Offizielle Zahlen belegen, dass Chinas Wirtschaft im dritten Quartal um 9,1% (gegenüber 1,6% in den USA und 1,6% in der Eurozone im zweiten Quartal) gewachsen ist.

Die Umfrage wurde von Juli bis September dieses Jahres unter 320 führenden Wirtschaftsvertreten  durchgeführt.

Privat- und Geschäftsfliegerei wird die kommende Wachstumsmaschine

Wie Henning Schwarzkopf aus Shanghai berichtet und wie in China Daily sehr gut zusammenfassend dargestellt, steht die Branche “Privat-/Geschäftsflugzeug” in China vor einer gewaltigen Entwicklung, für die sich auch europäische, speziell deutsche Anbieter und Dienstleister positionieren sollen:

The general aviation aircraft industry is becoming the next driver of the
Chinese economy, according to officials and experts.

“China’s economy has had different engines boosting its development in
different periods. At first, it was home appliances, then it was cars, but now
the general aviation industry’s time is coming,” said Jin Qiansheng, an
official with the Yanliang National Aviation High-tech Industrial Base in
Xi’an, capital city of northwest Shaanxi province.

Jin made the remarks at the International General Aviation Convention in
Xi’an that ended earlier this week. A total of 35 investment contracts totaling
9.6 billion yuan ($1.5 billion) were clinched during the five-day convention.

China’s civil aviation authorities have estimated that by 2020 the country
will need more than 9,000 aircraft in the general aviation field. Related
industries, led by the booming general aviation industry, will add a huge
market valued about 60 billion yuan.

General aviation refers to flights other than military and scheduled airline
and regular cargo flights, both private and commercial.

“The general aviation industry has a longer industrial chain which
could create more job opportunities and government revenue compared to the car
and real estate industries,” said Gao Yuanyang, a professor with the
Beijing University of Aeronautics and Astronautics.

“In the long run, its contribution to China’s economy will grow
significantly — just like it has in the United States, which currently has
230,000 general aviation aircraft contributing $150 billion to its economy
every year,” Gao added.

The main task facing the industry is the exploration of its full potential,
said Xia Qunlin, vice president of China National Helicopter Corporation.

“It is estimated that a mature general aviation industry can add a
growth of five to eight percent to the GDP. The economic scale of China’s
general aviation industry reached about 12 billion yuan in 2010, but there is
still a large gap from reaching the goal of the industry,” said Xia.

“Now it’s time to start this engine,” said Meng Xiangkai,
president of the General Airplane Company of the Aviation Industry Corporation
of China (AVIC).

In December last year, China’s State Council and the Central Military
Commission jointly released an order to open part of the country’s low-altitude
airspace to promote the general aviation sector, including the purchase and use
of private planes.

The Chinese government also said in its 12th Five-Year Plan for 2011-2015
period that it will promote the general aviation industry’s development, reform
the airspace management system and increase the efficiency of the allocation
and utilization of airspace resources.

Nearly 20 provinces and regions are making plans for the general aviation
industry, and 14 of them have put developing the general aviation industry into
their 12th Five-Year plans, according to Jin Junhao, an official with the
industry regulator, the Civil Aviation Administration of China (CAAC).

“It’s not surprising that local governments are doing this, if you take
into consideration the industry’s growing contribution to local economies,”
said Lin Mingyang, director of the China branch of Textron, a company known for
its Bell helicopters and Cessna aircraft.

In the Commonwealth of Virginia, 57 general aviation airports generate 5,200
jobs and economic activity worth about $730 million, Lin said, citing an
example from the United States.

“With government support, more investment and
a better understanding of general aviation from the public, the industry will
boom in the next 20 years,” said Jin.